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3A-Regel

Diese Regel legt fest, wie sich Einsatzkräfte gegen Verletzungen oder Schädigungen des Körpers schützen können: möglichst

  • großer Abstand
  • geringe Aufenthaltszeit
  • gute Abschirmung

4A-1C-4E-Regel

Definiert die Gefahren für Einsatzkräfte an einem Einsatzort und legt fest, welche Schutzmaßnahmen zu ergreifen sind.

  • A: Ausbreitung
  • A: Atemgifte
  • A: Atomare Strahlung
  • A: Angstreaktion
  • C: Chemische Stoffe
  • E: Explosion
  • E: Einsturz
  • E: Elektrizität
  • E: Erkrankung und Verletzung

A

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AATW

Siehe Abschnittsatemschutzwart

Abschnitt

Siehe Feuerwehrabschnitt

Abschnittsatemschutzwart

Der Abschnittsatemschutzwart ist Mitglied des Abschnittsfeuerwehrkommandos. Seine Aufgabe ist es überörtliche Übungen und Schulungen durchzuführen und die Atemschutzwarte bei ihrer Arbeit auf Ortsebene zu Unterstützen. Zusätzlich ist es häufig seine Aufgabe, die jährlichen Kontrollen der ATS-Geräte durch den Bezirksatemschutzreferenten zu organisieren. Er fungiert auch häufig bei Großeinsätzen oder Abschnittsübungen als Leiter des Atemschutzsammelplatzes.

Abschnittsfeuerwehrkommandant

Der Abschnittsfeuerwehrkommandant ist der ranghöchste Feuerwehroffizier in einem Feuerwehrabschnitt, der aus max. 10 Feuerwehren bestehen kann. Er ist in den meisten Fällen auch Mitglieder einer Wehr seines Abschnittes. Seine Aufgabe ist die Koordination der Feuerwehrwehrarbeit in seinem Bereich. Er leitet Abschnittssitzungen, organisiert Abschnittsübungen, unterstützt die Feuerwehren bei fachlichen Fragen oder auch bei der Organisation von Fahrzeug- oder Feuerwehrhaussegnungen und kann schlussendlich bei Großeinsätzen auch als Einsatzleiter fungieren.

Abschnittsfeuerwehrkommando

Das Abschnittsfeuerwehrkommando besteht aus dem Abschnittsfeuerwehrkommandanten, dem Abschnittsatemschutzwart, dem Abschnittsfunkwart und bei Bedarf aus weiteren Fachwarten. Ihre Aufgabe ist es, die Feuerwehren und Funktionäre bei ihrer Arbeit zu unterstützen. Zusätzlich sind auch alle Feuerwehrkommandanten der im Abschnitt befindlichen Wehren Mitglieder des Abschnittsfeuerwehrkommandos. In laufenden Abschnittssitzungen wird über aktuelle Themen diskutiert und wichtige Termine ausgetauscht.

Abschnittsfunkwart

Der Abschnittsfunkwart ist Mitglied des Abschnittsfeuerwehrkommandos. Seine Aufgabe ist es überörtliche Übungen und Schulungen durchzuführen und die Funkwarte bei ihrer Arbeit auf Ortsebene zu Unterstützen. Zusätzlich ist es häufig seine Aufgabe, die monatlich oder in definierten Zeitabständen abzuhaltenden Funkproberufe zu organisieren.

AFK

siehe Abschnittsfeuerwehrkommandant

AFUW

siehe Abschnittsfunkwart

Aktives Mitglied

Ist ein männliches oder weibliches Mitglied einer Feuerwehr zwischen dem 16. und dem 65. Lebensjahr. Vorausgesetzt der ärztlichen Tauglichkeitsbestätigung darf das aktive Feuerwehrmitglied zu allen feuerwehrüblichen Arbeiten herangezogen werden. Im Gegensatz dazu dürfen z.B. Mitglieder der Feuerwehrjugend nicht bei Feuerwehreinsätzen eingesetzt werden. Ebenso Reservisten ab dem 65. Lebensjahr dürfen nur noch zumutbare Aufgaben übertragen werden. Die aktiven Feuerwehrmitglieder bilden den größen Teil der Feuerwehrmitglieder. Sie haben alle ein aktives (können gewählt werden) und passives (dürfen wählen) Wahlrecht bei der Bestellung des Ortsfeuerwehrkommandanten und dessen Stellvertreter.

Alarmierung

Ist der Vorgang, wie Feuerwehrmitglieder zu einem Einsatz verständigt werden. Alarmierungsmittel: -Sirene -Rufempfänger -SMS -Telefon -persönlich Diese Alarmierungsmittel können entweder von einer Feuerwehralarmzentrale oder auch direkt vom Feuerwehrhaus aus genutzt werden. Je nach Art und Schwere des Ereignisses wird auf unterschiedliche Alarmierungsmittel zurückgegriffen. Bei einem Brand oder z.B. einem Unfall mit verletzten Personen werden die meisten Feuerwehren im Burgenland mit Sirene alarmiert. (gleichzeitig andere Alarmierungsmittel sind möglich) Um z.B. nachts bei kleineren Einsätzen nicht die Bevölkerung mit einem Sirenenalarm zu wecken und um Feuerwehrmitglieder gezielt alarmieren zu können, bedient man sich der Stillen Alarmierung (Rufempfänger, SMS,...).

Arbeitsleine

Eine rotes Seil mit häufig 8 oder 12mm Durchmesser und 20 - 30m Länge. Aufbewahrt in einem Leinenbeutel. Dient zum Sichern und Heben von Lasten.

Atemschutz

Ist eine Möglichkeit für ein Feuerwehrmitglied sich gegen schädliche Atemgifte zu schützen. Wird häufige bei Bränden eingesetzt, aber auch bei Einsätzen mit Gefahrengut. Unter schwerem Atemschutz versteht man ein umluftunabhängiges Geräte, welches den Atemschutzträger mit Atemluft versorgt. Der Umgang mit diesem Gerät erfordert besonders viel Ausbildung und Wissen. Außerdem ist die Arbeit mit Atemschutz körperlich sehr belastend für den Geräteträger. Eine 3-jährig wiederkehrende ärztliche Untersuchung ist Voraussetzung für den Einsatz als Atemschutzträger. Ein Atemschutztrupp besteht aus üblicherweise 3 Atemschutzgeräteträgern. Eine Atemschutz-Luftflasche hat im Burgenland üblicherweise 6 Liter Fassungsvermögen. Die Luft darin wird auf 300 bar komprimiert, was schlussendlich 1.800 Liter Luft ergibt. Dies ist genung für ca. 30 Minuten für einen erwachsenen Menschen, bei anstrengenden Arbeiten durchaus weninger. Leere Atemluftflaschen können mittels speziellen Atemluftkompressoren wiederbefüllt werden. Im Bezirk Oberpullendorf besitzen die Stadtfeuerwehr Oberpullendorf und die Ortsfeuerwehr Horitschon solche Geräte.

Atemschutzleistungsprüfung

Die Atemschutzleistungsprüfung ist ein Feuerwehrbewerb rund um das Thema Atemschutz. Ein Atemschutztrupp, der aus 3 Feuerwehrmitglieder besteht, kann sich der Prüfung, welche im Burgenland jährlich auf Bezirksebene durchgeführt wird, stellen. Dieser Bewerb wird (noch) nicht in die Kategorien Bronze, Silber und Gold wie andere Bewerbe unterteilt, sondern ist quasi ein Silber-Bewerb, da die Aufgaben der Trupp-Mitglieder ausgelost werden. Die Atemschutzleistungsprüfung besteht aus insgesamt 4 Stationen

3 praktischen und 1 theoretischen.

  • Hindernisstrecke: Hier muss der Atemschutztrupp einen 10 m langen Tunnel mit diversen Schaltern überwinden, einen Schachtabstieg vornehmen, einen Blindflansch montieren und eine Höhenverengungen mit dem Atemschutzgerät voraus passieren.
  • Rettungsstrecke: Hier muss eine 80 kg schwere Puppe auf einem Bergetuch durch zwei 10 m lange Tunnel mit Seiten- und Höhenverengungen befördert werden. Anschließend wird ein simulierter Wechsel der Atemluftflasche durchgeführt.
  • Station Atemschutzmaske: Hier müssen alle 3 Truppmitglieder je eine Atemschutzmaske vorschriftsmäßig zerlegen und wieder zusammenbauen.
  • Station Fragen: Alle Truppmitglieder müssen einen 20 Fragen umfassenden Fragebogen ausfüllen, der aus einem Pool von über 100 Fragen zusammengestellt wird.

Gewinner des Bewerbes ist jener Trupp, der die wenigsten Fehler in der vorgegebenen Zeit gemacht hat. Alle erfolgreich angetretenen Feuerwehrmitglieder erhalten beim erstmaligen Antritt das Atemschutzleistungsabzeichen, welche auf der braunen Dienstuniform getragen wird.

Atemschutzsammelplatz

Ist ein Sammelplatz für alle eingesetzten Atemschutztrupps, vor allem bei Großeinsätzen und Übungen. Aufgabe der Mitarbeiter eines Atemschutzsammelplatztes ist es, genau zu überwachen, wann Trupps z.B. in ein Gebäude eindringen und wann sie wieder zurückkommen. Spezielle Geräte helfen wesentlich dabei diese Überwachungen durchzuführen. Ein Atemschutzsammelplatz wird üblicherweise mit einer grünen Dreh- oder Blitzleuchte gekennzeichnet.

Atemschutzwart

Laut Dienstordnung des Burgenland Landesfeuerwehrverbandes wie folgt definiert:

  • Im Einsatz: In der Gruppe eingeteilt.
  • Aufbau eines ATS-Sammelplatzes nach Erfordernis.

(2) Im Dienstbetrieb:

  • Schulung und Ausbildung aller ATS-Geräteträger.
  • Wartung und Prüfung der ATS-Geräte.
  • Instandhaltung der Geräte und Verwaltung der Prüfkartei.
  • Führung der Geräteträgerkartei (Untersuchungen).

ATW

siehe Atemschutzwart

Austritt

Der Austritt aus der Freiwilligen Feuerwehr ist, ebenso wie der Eintritt freiwillig. Jedes Feuerwehrmitglied muss für sich selbst wissen, ob es das mühevoll erworbene Wissen nicht weiter zum Wohle des Nächsten einsetzten will.

Auszeichnung

Laut Dienstordnung des Burgenland Landesfeuerwehrverbandes wie folgt definiert:

(1) Für besondere Verdienste werden an Feuerwehrmitglieder über Antrag des Orts-(Stadt-)feuerwehrkommandanten Auszeichnungen des Landesfeuerwehrverbandes und der Burgenland Landesregierung verliehen.

(2) Auszeichnungsvorschläge über Auszeichnungen des Landesfeuerwehrverbandes für 20-, 30- oder 45-jährige erfolgreiche Tätigkeit im Feuerwehrwesen und über Auszeichnungen der Burgenland Landesregierung für 25- und 40-jährige verdienstvolle Tätigkeit auf dem Gebiet des Feuerwehrwesens werden jährlich bis 1. Dez. den Feuerwehrkommandanten vom Landesfeuerwehrkommando übermittelt.

B

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Beförderung

Eine Beförderung ist eine Erhöhung des Dienstgrades eines Feuerwehrmitgliedes und hat im freiwilligen Feuerwehrwesen nichts mit Erhöhung der Bezahlung zu tun. In gewissen Zeitabständen, nach Absolvierung von Lehrgängen, nach dem Erwerb von Leistungsabzeichen oder bei Übernahme einer Funktion kann der Ortsfeuerwehrkommandant eine Beförderung auf Ortsebene entsprechend den gültigen Richtlinien aussprechen. Bei Rücklegung einer Funktion innerhalb von 10 Jahren wird das Feuerwehrmitglied entsprechend wieder mit einem niedrigeren Dienstgrad versehen.

Bergen

Bergen beutet im Sprachgebrauch der Feuerwehr, leblose Menschen, Tiere oder auch Gegenstände (z.B. auch Fahrzeuge) aus einer bestimmten Lage oder Situation zu befreien. Das Rote Kreuz beispielsweise verwendet die Begriffe Retten und Bergen anders als die Feuerwehr. Siehe auch: Retten

Bewerter

Bewerter sind Mitarbeiter bei Feuerwehrleistungsbewerben, die die Leistungen der angetretenen Teilnehmer oder Bewerbsgruppen bewerten. Um als Bewerter fungieren zu können, müssen sie selbst zum betreffenden Bewerb schon einmal erfolgreich angetreten sein. Bewerter bei Bewerben auf Landesebene müssen zusätzlich auch einen Bewerter-Lehrgang absolvieren. Je nach Art des Bewerbes gibt es Bewerter direkt auf dem Bewerbsplatz (Löschangriff, Staffellauf, Hindernisstrecke, usw.) und weitere in den Berechnungsausschüssen. Der Berechnungssauschuss A ist jener, wo sich die Bewerbsteilnehmer vor Beginn des Bewerbes anmelden und ggf. das Startgeld entrichten. Hier wird auch die Passkontrolle und die Überprüfung der Uniformen bzw. der Ausrüstung durchgeführt. Der Berechnungsausschuss B ist jener, wo nach Beendigung von Bewerbsdurchgängen die Bewertungsblätter einlangen. Hier werden die Urkunden ausgestellt und die Eintragungen in der Feuerwehrpass getätigt. Weiters werden hier auch die Wertungen aller Teilnehmer oder Gruppen gesammelt, um den bzw. die Sieger ermitteln zu können. Der Berechnungssausschuss C wird nur bei Bewerben um das FLA oder das JFLA eingerichtet. Hier müssen sich die Bewerbsgruppen vor dem Staffellauf melden. Als Anerkennung für verdiente Bewerter wird nach 5, 10 oder 15 Leistungsbewerben die Bewerterspange in Bronze, Silber bzw. Gold verliehen.

Bezirksfeuerwehrkommando

Das Bezirksfeuerwehrkommando besteht aus dem Bezirksfeuerwehrkommandanten, dem BFK-Stellvertreter, dem Bezirksfeuerwehrinspektor, den Abschnittsfeuerwehrkommandanten, dem Bezirksverwalter und den Fachreferenten. Diese sind der Bezirksatemschutzreferent, der Bezirksfunkreferent, der Bezirksjugendreferent, der Bezirkspressereferent, der Referent für Gefährliche Stoffe und für Strahlenschutz. Bei Bedarf kann es weitere Referenten geben. Ihre Aufgabe ist es, die Feuerwehren und Funktionäre bei ihrer Arbeit zu unterstützen und Feuerwehrveranstaltungen (Leistungsbewerbe, Bezirksfeuerwehrball, ...) auf Bezirksebene zu organisieren.

Blaulicht

Ist ein Dreh- oder Blitzlicht, welches auf Einsatzfahrzeugen montiert ist. Folgende Unternehmen/Personen haben das Recht nach behördlicher Genehmigung ein Blaulicht zu führen: Feuerwehr, Rettung, Polizei, Ärzte, Elektro- und Gasversorgungsunternehmen, u.a. Verkehrsteilnehmer mit eingeschaltetem Blaulicht haben im Straßenverkehr Sonderrechte. Jedoch haben sie darauf Sorge zu tagen, dass sie für keine anderen Verkehrsteilnehmer eine Gefahr darstellen.

Brand

Damit eine Verbrennung entstehen bzw. bestehen bleiben kann sind drei Voraussetzungen notwendig: - brennbarer Stoff - Sauerstoff - notwendige Temperatur All diese Bedingungen müssen zusätzlich im richtigen Verhältnis vorhanden sein. Wird eine der Voraussetzungen entfernt bzw. verändert und die Verbrennung endet, so spricht man von Löschen.

Brandmeldeanlage

Ist eine technische Einrichtung, meist in brandgefährdeten Objekten, die zur Früherkennung eines Brandes dient. Einzelne Brand- oder Rauchmelder werden in gewissen Abständen an der Decke montiert und leiten bei Erkennung von Rauch oder Hitze ein Signal an die zumeist auch im gleichen Gebäude befindliche Brandmeldezentrale weiter. Von dort aus wird automatisch ein Alarm an die Feuerwehralarmzentrale abgesetzt, die bei Bedarf die zuständige Feuerwehr alamariert. Brandmeldeanlagen haben den großen Vorteil, dass sie einen Brand schon in der  

C

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Chargen

Sind Feuerwehrmitglieder mit Funktionen (außer Ortsfeuerwehrkommandant und Stellvertreter): Chargen sind:

  • die Zugskommandanten
  • die Gruppenkommandanten
  • der Verwalter
  • der Schriftführer
  • der Kassier
  • der Gerätemeister
  • die Fachwarte(GW,ATW,FUW)
  • die Jugendbetreuer

D

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Dienstgrad

Ein Dienstgrad zeigt in abgeleiteter Form die Leistungen bzw. des Status eines Mitgliedes bei der Feuerwehr an. Entweder durch viele Dienstjahre, durch das Feuerwehrleistungsabzeichen in Gold, durch Absolvierung spezieller Lehrgänge oder durch übernahme einer Funktion wird ein Feuerwehrmitglied befördert, d.h. es erhält einen höheren Dienstgrad. Dienstgrade werden sowohl auf der grünen Uniform als auch auf der brauen A-Uniform getragen.

Drahtschutzkorb

Ist ein korbähnliches Drahtgeflecht, welches um einen Saugkopf befestigt wird, um Verunreinigungen währende eines Saugvorganges zu verhindern.

E

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EDV

Natürlich hat der Einzug der EDV in die verschiedensten Organisationseinheiten auch vor der Feuerwehr nicht Halt gemacht. Im Landesfeuerwehrkommando in Eisenstadt wird z.B. die Verwaltung der Stammdaten der Feuerwehrmitglieder schon seit über einem Jahrzehnt elektronisch abgewickelt. Auch vielen Feuerwehren haben dem Trend angeschlossen und selbst diverseste Verwaltungsprogramme programmiert. Seit dem Jahr 2001 gibt es im Burgenland die einheitliche Verwaltungssoftware Feuerwehr 2001, seit 2003 Feuerwehr 2003, welche über 2/3 aller Feuerwehren einsetzten. Mittels dieser Software ist es möglich Veränderungen am Datenbestand, Lehrgangsanmeldungen, Einsatzberichte, usw. direkt per Internet an das Landesfeuerwehrkommando zu senden. Auch eine Inventar-, Termin- und Anwesenheitsverwaltung sind in der Software integriert.

Einbaupumpe

Eine Pumpe, die in einem Fahrzeug rückseitig eingebaut ist. Wird meistens in Verbindung mit einem Wassertank im Fahrzeug eingebaut.

Einsatz

siehe Feuerwehreinsatz

Einsatzbekleidung

Die Einsatzbekleidung eines aktiven Feuerwehrmitgliedes besteht im Einsatzfall je nach Anforderung aus der Einsatzuniform (Overal oder Zweiteiler), dem Feuerwehrhelm, den Schutzstiefeln, den Schutzhandschuhen, der Schutzjacke und dem Feuerwehrgurt. Bei Vorhandensein von oder Verdacht auf Atemgifte ist zusätzlich ein Atemschutzgerät zu tragen. Bei Gefahrenguteinsätzen kann zusätzlich Schutzbekleidung unterschiedlicher Schutzstufen notwendig sein.

Einsatzbericht

Ein Einsatzbericht wird vom Einsatzleiter oder dem Verwalter nach jedem Einsatz verfasst. Man unterscheidet im Burgenland grundsätzlich 2 Arten: Einsatzberichte für Technische Einsätze und Einsatzberichte für Brandeinsätze / Brandsicherheitswachen. Gefahrenguteinsätze werden unter den Technischen Einsätzen geführt. Neben dem Einsatzzeitpunkt, Ort, Daten des Geschädigten usw. wird auch die Einsatzursache vermerkt. Zusätzlich werden alle anwesenden Feuerwehren mit der Anzahl der Feuerwehrmitglieder, sowie der benötigten Geräte aufgezeichnet. Zur besseren späteren Rekonstruktion kann ein frei verfassbarer Text für die Situation bei der Ankunft und die Tätigkeit an Einsatzort erfasst werden. Einsatzberichte werden in bestimmten Zeitabständen entweder per Post oder mittels EDV-Verwaltungssoftware an die Feuerwehralarmzentrale übermittelt, welche daraus jährliche Statistiken erhebt.

Einsatzverrechnung

Im Burgenland sind Feuerwehren gesetztlich berechtigt, bei gewissen Einsätzen Rechnungen an den Verursacher zu stellen. Ausgenommen davon sind Einsätze mit Gefahr in Verzug wie z.B. Brände oder Verkehrunfälle mit Personen in Lebensgefahr. Verrechnet werden dürfen z.B. technische Hilfeleistungen wie Auspumparbeiten, Fahrzeugbergungen, Sicherungsarbeiten, Brandsicherheitswachen, usw.

Eintritt

Der Eintritt in eine Freiwillige Feuerwehr gestaltet sich prinzipiell sehr einfach. Im Gespräch mit dem Ortsfeuerwehrkommandanten (in Vertretung auch mit seinem Stellvertreter oder dem Verwalter) wird im Erstgespräch klar gelegt, welche Rechte und Pflichten ein Feuerwehrmitglied hat, um eventuelle Fehlinformationen schon vorweg auszuschließen. In weiterer Folge wird das neue Feuerwehrmitglied in der Verwaltung im Landesfeuerwehrkommando aufgenommen und die Aufnahme vom Landesfeuerwehrkommandanten bestätigt. Jedes Feuerwehrmitglied erhält einen Feuerwehrpass und ein Feuerwehrstammdatenblatt, wo alle Lehrgänge, Leistungsabzeichen, Auszeichnungen und Beförderunge vermerkt sind.

F

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FA

siehe Feuerwehrarzt

Fahrzeugbergung

Ist eine Art eines Technischen Einsatzes bzw. einer Hilfeleistung. Eine Fahrzeugbergung ist entweder alleiniger Einsatzgrund oder ihr geht z.B. eine Menschenrettung bevor.Fahrzeugbergungen sind vor allem in den Wintermonaten eine der häufigsten Einsatzursachen (in Horitschon ca. 25% aller Einsätze eines Jahres). Fahrzeugbergungen werden üblicherweise mittels Seilwinde, Greifzug, Kran oder anderen Bergevorrichtungen durchgeführt. Das Abschleppen eines geborgenen Fahrzeuges ist eigentlich nicht mehr Aufgabe der Feuerwehr, wird aber häufig trotzdem durchgeführt.

Federkörner

Dient zum Zerbersten von Fahrzeugscheiben. Die Scheibe muss nicht eingeschlagen werden, sondern kann nach dem Zerbersten mit Handschuhen herausgelöst werden. Dies ist vor allem für im Fahrzeug befindliche Verletzte von Vorteil. Nicht für Verbundglas geeignet.

Feuerlöscher

Zählt zu den Kleinlöschgeräten. Üblicherweise in den Größen 2, 6 und 12kg. Arten:

-Pulverlöscher
-Naßlöscher
-Schaumlöscher
-CO2-Löscher
-u.a. Handfeuerlöscher

müssen gesetzlich alle 2 Jahre Überprüft werden.

Feuerwehrabschnitt

Ein Feuerwehrabschnitt ist ein Verband von mehreren Feuerwehren. Feuerwehrabschnitte bilden einen Bezirk. Grundsätzlich bestehen Bezirke im Burgenland aus 4 bis 11 Abschnitten. Ein Abschnitt umfasst ca. 6-10 Feuerwehren, die räumlich nah beieinander liegen. Im Burgenland gibt es 44 Feuerwehrabschnitte in 7 Bezirken und die 2 Freistädte Eisenstadt und Rust.

Feuerwehrarzt

Praktischer Arzt, der Mitglied einer Feuerwehr ist.

Feuerwehreinsatz

Zu einem Feuerwehreinsatz zählen alle Tätigkeiten einer Feuerwehr, bei der Menschen, Tiere oder die Umwelt Hilfe benötigen. Grundsätzlich wird in Brandeinsätze, Technische Einsätze und Gefährliche Stoffe-Einsätze unterschieden. Zu den technischen Einsätzen zählen nicht nur Verkehrunfälle, sondern z.B. auch Fahrzeugbergungen, Auspumparbeiten, Wesennestentfernungen, Entfernung von Baumteilen, usw. Die ursprüngliche Aufgabe der Feuerwehr - die Bekämpfung von Feuer - rückt immer weiter in den Hintergrund. Zur Zeit sind nur noch ca. 25% aller Einsätze Brände. Bezogen auf das Burgenland gilt folgende Statistik: - ca. 5.000 Einsätze im Jahr, davon 1.200 Brände - die größte Feuerwehr - Eisenstadt - bewältigt ca. 300-400 Einsätze im Jahr - kleine Feuerwehren haben ca. 5-10 Einsätze.

Feuerwehrfahrzeug

Ein Feuerwehrfahrzeug wird grundsätzlich dazu verwendet um einerseits die Mannschaft und andererseits auch Einsatzgeräte zu transportieren. Je nach Anforderungen an die Feuerwehr unterscheidet man zwischen verschiedenen Fahrzeugarten. grobe Unterteilung:
-Fahrzeuge zur Brandbekämpfung (Löschfahrzeuge)
-Fahrzeuge zur Technischen Hilfeleistung (Rüstfahrzeuge)
-Kombinationen für Brandbekämpfung und Technische Hilfeleistung (z.B. Rüstlöschfahrzeuge)
-Sonderfahrzeuge (z.B. Mannschaftstransport-, Einsatzleit-, Gefährliche-Stoffe-Fahrzeug, Drehleitern, Katastropenschutz-Fahrzeuge)
-Fahrzeuge für spezielle Einsätze (Strahlenschutz, Gefahrengut, Kranfahrzeuge, usw.) sind größtenteils nur in Bezirksvororten oder bei Stützpunktfeuerwehren stationiert.

Die der Fahrzeugbezeichnung nachgesetzten Buchstaben bezeichnen weitere Details oder Ausrüstungsgegenstände des Fahrzeuges: A = Allradantrieb B = Bergeausrüstung E = Austrüstung für elektrische Anlagen S = Sonderausrüstung W = Fahrzeug mit kleinem Wassertank (< 1000 Liter)

Feuerwehrfunk

Der Feuerwehrfunk ist eine sehr wichtige technische Einrichtung im Einsatzfall. Nach der Alarmierung meldet sich die Feuerwehr bei der Feuerwehralarmzentrale mit der sogenannten Ausrückmeldung. Nach der Ersterkundung am Einsatzort wird eine Lagemeldung und nach dem Einrücken ins Feuerwehrhaus eine Einrückmeldung abgesetzt. Die Feuerwehren im Burgenland verwenden grundsätzlich Fahrzeug- und Handfunkgeräte. Vereinzelt gibt es auch Florianstationen, die ein Funkgerät fix im Feuerwehrhaus montiert haben. Das Burgenländische Feuerwehrfunknetz arbeitet im 2m-Band mit 10 Funkkanälen. Kanal 1-6 dient zur Abwicklung von Funkgesprächen direkt am Einsatzort z.B. mit anderen Wehren oder dem Atemschutztrupp. Die Kanäle 7-10 dienen zum indirekten überregionalen Funkverkehr. Hier wird über sogenannte Relaisstationen eine Verbindung zur anzurufenden Stelle hergestellt. In den meinsten Fällen ist dies die Feuerwehralarmzentrale in Eisenstadt. Folgende Relaisstationen gibt es im Burgenland: Parndorf (Kanal 7), Sonnenberg (8), Hirschenstein (8), Brenntenriegel (9), Henndorf (10) und Sparbaregg (nur für Sirenenalarmierung). Zur Zeit wird das bgld. Feuerwehrfunknetzt umgestellt, d.h. die Landesfunkschiene, welche die Verbindung der Relaisstationen untereinander darstellt, wird auf Tetrafunk adaptiert. Feuerwehrmitglieder werden auf 2-tägigen Funklehrgängen auf ihre Arbeit als Feuerwehrfunker vorbereitet.

Feuerwehrhaus

Ein Gebäude, in dem nicht nur die Einsatzgeräte und Fahrzeug einer Feuerwehr untergebracht sind. Auch die persönliche Schutzausrüstung jedes Feuerwehrmitgliedes befindet sich im Feuerwehrhaus. Das Feuerwehrhaus ist aber auch eine Ausbildungsstätte. Bei Übungen und Schulungen bereiten sich Einsatzkräfte auf ihre Aufgaben im Einsatz vor. Ein immer wichtiger werdender Aspekt, wozu das Feuerwehrhaus noch dient, ist die Pflege der Kameradschaft. Feuerwehrmitglieder treffen sich, um über feuerwehrverwandte oder auch feuerwehrfremde Themen zu diskutieren. Aber auch nach belasteten Einsätzen mit Schwerverletzten oder Toten wird im Feuerwehrhaus geredet und so versucht das Erlebte gemeinsam zu verarbeiten.

Feuerwehrhelm

Ist ein persönlicher Ausrüstungsgegenstand eines Feuerwehrmitgliedes bei Einsätzen und Übungen. Er soll Kopfverletzungen z.B. durch herabfallende Teile verhindern. Immer seltener anzutreffen ist der silberne Metallhelm (Wiener Form), der keinen aureichenden Schutz für Gesicht, Ohren und Nacken bietet. Vielfach wurde er durch robuste Helme aus Kunststoff abgelöst. Diese bieten Schutz für Ohren und sind mit einem Gesichtsviser ausgestattet. Ein zusätzlicher abnehmbarer Nackenschutz soll Verletzungen in diesem Bereich verhindern.

Feuerwehrjugendbetreuer

Laut Dienstordnung des Burgenland Landesfeuerwehrverbandes wie folgt definiert:

(1) Im Einsatz

  • In der Gruppe eingeteilt.

(2) Im Dienstbetrieb:

  • Führung und Betreuung der Feuerwehrjugend mit dem Ziel, diese durch feuerwehrfachliche Ausbildung, Sport und allgemeine Jugendarbeit auf den aktiven Feuerwehrdienst vorzubereiten.
  • Die Führung und Betreuung erfolgt nach den im Handbuch der Feuerwehrjugend festgelegten Richtlinien.

Feuerwehrjugend

Laut Dienstordnung des Bgld. Landesfeuerwehrverbandes wie folgt definiert: (1) Zur Sicherung des Nachwuchses der Orts-(Stadt-)feuerwehr können Jugendliche im Alter vom vollendeten 12. bis zum vollendeten 16. Lebensjahr in die Orts-(Stadt-)feuerwehr aufgenommen werden.

(2) Sie sind durch geeignete Ausbildungsveranstaltungen und Schulungen auf den aktiven Dienst in der Feuerwehr vorzubereiten und unterstehen dem Orts-(Stadt-)feuerwehrkommandanten. Die Ausbildung umfaßt eine feuerwehrfachliche Ausbildung, eine allgemeine Feuerwehrjugendarbeit, die körperliche Ertüchtigung (Sport und sportliche Bewerbe) sowie Spiele zur Förderung der Kameradschaft. Es kann auch eine gemeinsame Ausbildung von Mitgliedern der Feuerwehrjugend mehrerer Orts-(Stadt-)feuerwehren erfolgen.

(3) Die fachliche Aufsicht, die Betreuung und die Ausbildung der Feuerwehrjugend obliegt dem Orts-(Stadt-)feuerwehrkommandanten, der sich hiezu des von ihm ernannten Feuerwehrjugendbetreuers bedient. Die Richtlinien über die Führung und Betreuung der Feuerwehrjugend werden im Handbuch der Feuerwehrjugend festgelegt.

(4) Die Überstellung von Mitgliedern der Feuerwehrjugend in den Aktivmannschaftsstand kann durch den Orts-(Stadt-)feuerwehrkommandanten ab dem vollendeten 16. Lebensjahr erfolgen.

Feuerwehrkurat

Geistlicher, der Mitglied einer Feuerwehr ist.

Finanzierung

Laut Dienstordnung des Bgld. Landesfeuerwehrverbandes wie folgt definiert:

(1) Die Gemeinde hat für die Kosten der Einrichtung, Ausstattung und Erhaltung der Feuerwehren aufzukommen.

(2) Durch Sammlungen, Zeltfeste und andere Veranstaltungen kann die Feuerwehr Geldmittel selbst aufbringen.

(3) Der Orts-(Stadt-)feuerwehrkommandant ist jährlich verpflichtet, der Gemeinde den Untervoranschlag der Orts-(Stadt-)feuerwehr für das nächste Budgetjahr vor Erstellung des Voranschlages der Gemeinde zur Genehmigung durch den Gemeinderat vorzulegen.

(4) Der Orts-(Stadt-)feuerwehrkommandant ist für die widmungsgemäße Verwendung der lt. Voranschlag der Gemeinde genehmigten Mittel verantwortlich. (..)

(5) Im Sinne des Untervoranschlages ist jährlich von der Gemeinde ein Rechnungsabschluß zu verlangen.

(6) Die Einnahmen und Ausgaben der Orts-(Stadt-)feuerwehren, die aus eigenen Aktivitäten (z.B. Feuerwehrball, Zeltfest, Haussammlung usw.) bzw. privaten Zuwendungen stammen, sind in das bei jeder Orts-(Stadt-)feuerwehr zu führende Kassabuch einzutragen.

(7) Zur Kontrolle der Geldgebarung und des Rechnungsabschlusses werden jährlich bei der Jahreshauptdienstbesprechung für das laufende Geschäftsjahr auf Vorschlag des Orts-(Stadt-) feuerwehrkommandanten zwei Kassenprüfer bestellt (..).

(8) Jede Auszahlung bzw. Geldanweisung bedarf einer Anordnung des Orts-(Stadt-) feuerwehrkommandanten.

(9) Größere Anschaffungen aus eigenen Mitteln der Feuerwehr dürfen vom Orts- (Stadt-) feuerwehrkommandanten nur nach Beratung des Feuerwehrkommandos erfolgen.

(10) Alle Belege über die Finanzgebarung einer Orts-(Stadt-)feuerwehr sind mindestens sieben Jahre aufzubewahren.

FJB

siehe Feuerwehrjugendbetreuer

FK

siehe Feuerwehrkurat

Frauen

Frauen dürfen im Burgenland lt. Bgld. Feuerwehrgesetz seit 1994 Feuerwehren beitreten. Sie können prinzipiell die gleichen Aufgaben im Einsatz oder regulären Dienstbetrieb übernehmen wie Männer. Häufig übernehmen Mädchen und Frauen administrative Aufgaben / Funktionen wie Verwalter, Schrfitführer, Kassier oder sie sind als Jugendbetreuer tätig. Sie kämpfen jedoch auf häufig bei Einsätzen an vordester Front. Umkleide- und Sanitärräume sind bei Feuerwehren mit Männern und Frauen doppelt auszuführen.

Funk

siehe Feuerwehrfunk

Funkleistungsbewerb

Das Funkleistungsabzeichen dient dazu, um die Ausbildung von Feuerwehrfunkern zu vertiefen. Nach der burgenlandweiten Auslagerung der Funklehrgänge in die Bezirke absolviert nahezu jedes neue Feuerwehrmitglied neben dem Grundlehrgang auch den Funklehrgang. Somit ist auch der Funkleistungsbewerb ein Bewerb, der sich reger Beliebtheit erfreut. Der Bewerb um das Funkleistungsabzeichen in Bronze und Silber ist ein Einzelbewerb. Beim ersten Antritt darf ein Teilnehmer nur das FULA in Bronze absolvieren, welches aus 4 Stationen besteht. Ab dem Jahr darauf darf der Bewerber zum Bewerb in Silber antreten, diese besteht ebenfalls aus den 4 Stationen und einer zusätzlichen.

Funken während eines Einsatzes :

  • Einsatzablauf (Bronze und Silber): Hier muss der Bewerber 3 übliche Funkgespräche während eines Feuerwehreinsatzes tätigen. Diese sind Ausrück-, Lage- und Einrückmeldung. Der Bewerter fungiert hierbei als Einsatzleiter und gibt dem Funker weitere Anweisungen und Informationen. Zusätzlich muss er in dieser Station das Funkgerät in Betrieb nehmen und genau erklären können. Bei dieser Station dürfen Bewerber im Bewerb Bronze wichtige Informationen mitschreiben, Bewerber für Silber dürfen dies nicht.
  • Kartenkunde (Bronze und Silber):: Bei dieser Station hat der Bewerber die Aufgabe einen bestimmten Ort (z.B. eine Kirche in einem Ort des Burgenlandes) auf der Karte (Österreich Karte ÖK50) zu suchen und für diesen Ort die Koordinaten- und die Netzmeldung zu bestimmen. Weiters muss er mittels Netzteiler oder Kompass eine Marschzahl einstellen und auf einer Wegstecke von einigen Kilometern markante Punkte herauslesen. Zusätzlich muss er noch mit dem Kompass die Karten einnorden, d.h. in jene Lage bringen, die der Wirklichkeit entspricht.
  • Sirenensteuerendstelle (Bronze und Silber): Hier muss der Bewerber zuerst die SSES in Betrieb nehmen und Stör- und Statusmeldungen sowie Teile des Gerätes näher erläutern. Weiters muss er aus einer Meldung über ein Schadensereignis heraus einen passenden Alarmtext kreieren, diesen im Sprachspeicher der SSES aufnehmen und einen Stillen Alarm absetzten.
  • Fragen (Bronze und Silber): Aus einer Liste von 60 Fragen muss der Bewerber 5 ziehen und korrekt beantworten. Weiters muss er einen Eigennamen (z.B. Namen eines Gefährlichen Stoffes) laut Buchstabiertafel (jedoch ohne diese) buchstabieren.
  • Einsatzleitung (nur im Bewerb Silber): Bei dieser Station arbeitet der Bewerber als Funker in der Einsatzleitung und muss Nachalarmierungen veranlassen bzw. anderen Einheiten Befehle erteilen. Der Bewerter fungiert auch hier gleichzeitig als Einsatzleiter. Zusätzlich muss der Funker hier alle wichtigen Befehle, Fragen und Meldungen in einem Einsatztagebuch vermerken.

Erreicht ein Bewerber im Bewerb Silber eine Punktezahl von 470 der insgesamt 500 möglichen Punkte, so hat er die Berechtigung zum Bewerb um das Funkleistungsabzeichen in Gold anzutreten. Der Bewerb in Gold sieht ein 20-minütiges Referat vor einer Prüfungskommission vor. Der Bewerber zieht eines von 16 Themen und hat einige Minuten Vorbereitungszeit. Die Themen werden jedoch schon in der wochenlangen Vorbereitungsphase aufgearbeitet und Präsentationen vorbereitet. Nach dem Fachvortrag und der Erklärung eines Funkgerätes entscheidet die Prüfungskommission über Erfolg oder Misserfolg des Bewerber. Träger des FULA in Gold werden häufig auch als Ausbilder bei Funklehrgänge eingesetzt. Das Funkleistungsabzeichen wird, ebenso wie andere Abzeichen jeweils nur in der höchsten Stufe auf der braunen Dienstuniform getragen.

Funkproberuf

Ist ein monatlicher oder in bestimmten Zeitabständen definierter Termin, zu dem alle Feuerwehren eines Abschnittes die gegenseitige Funkverbindung überprüfen. Abwechselnd wird von jeweils einer andernen Feuerwehr der Funkproberuf durchgeführt. Ihre Aufgabe ist es, die übrigen Wehren hintereinander selektiv anzufunken und die Verständigung zu überprüfen. Jede teilnehmende Feuerwehr hat so auch die Möglichkeit, verschiedene Standorte im Ort auf ihre Funkverbindung hin zu überprüfen. Alternativ wird 2 mal im Jahr der Funkproberuf von der Bezirksalarmzentrale aus für den ganzen Bezirk durchgeführt.

Funktion

Funktionäre sind Feuerwehrmitglieder mit Aufgaben zur Erhaltung des Dienstbetriebes. Funktionen auf Ortsebene sind z.B.:

  • Ortsfeuerwehrkommandant (OFK)
  • Ortsfeuerwehrkommandant-Stellvertreter (OFKS)
  • Verwalter (VW)
  • Zugskommandant (ZGK)
  • Gruppenkommandant (GRK)
  • Gerätemeister (GM)
  • Gerätewart (GW)
  • Atemschutzwart (ATW)
  • Funkwart (FUW)
  • Sirenenbetreuer (SIB)
  • Kassier (KA)
  • Schriftführer (SF)
  • Feuerwehrjugenbetreuer (FJB)
  • Feuerwehrarzt (FA)
  • Feuerwehrkurat (FK)

Je nach Art und Größe der Feuerwehr können einige Funktionen nicht besetzbar und andere wiederum doppelt besetzt sein. 

Funkwart

Laut Dienstordnung des Bgld. Landesfeuerwehrverbandes wie folgt definiert:

(1) Im Einsatz:

  • in der Gruppe eingeteilt.
  • Funker in der Einsatzleitung.

(2) Im Dienstbetrieb:

  • Schulung und Ausbildung aller Funker im Nachrichten- und Alarmwesen.
  • Wartung und Pflege aller Nachrichten- und Alarmgeräte.
  • Instandhaltung der Gräte und der Prüfkartei.
  • Koordinierung des Bezirksfunkproberufes.
  • Koordinierung der monatlichen Sirenenproben mit dem Sirenenbetreuer.

FUW

siehe Funkwart

 

G

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GAMS-Regel

Diese Regel legt die Vorgehensweise der Feuerwehreinsatzkräfte bei Gefahrengut-Einsätzen fest.

  • G: Gefahr erkennen (Lageerkundung, Stoffnummern und somit die Gefahren des Stoffes identifizieren)
  • A: Absperren (innere Absperrung für Einsatzkräfte, bei Bedarf äußere Absperrung für Zivilisten)
  • M: Menschenrettung (Menschen retten und auf Kontamination überprüfen)
  • S: Spezialkräfte anfordern (Stützpunktfeuerwehren mit Gefahrengutausrüstung, Fachkräfte und Experten, Behörden, Fachfirmen)

Gerätemeister

Laut Dienstordnung des Bgld. Landesfeuerwehrverbandes wie folgt definiert:

(1) Im Einsatz

  • In der Gruppe eingeteilt.

(2) Im Dienstbetrieb:

  • Koordinierung der Arbeit der Fachwarte sowie deren Weiterbildung.
  • Aus- und Weiterbildung der Maschinisten und Einsatzfahrer.
  • Führung der erforderlichen Karteien und des Inventars in Zusammenarbeit mit dem Verwalter.
  • Unterstützung der Gruppen- und Zugskommandanten lt. Ausbildungsplan.
  • Koordinierung der Feuerwehrhausinstandhaltung und des Reinigungsdienstes.
  • Verbrauchsstoffe- und Lagerverwaltung. Das Handbuch für den Gerätemeister regelt im übrigen landesweit die Arbeit des Gerätemeisters und der Fachwarte im Detail.

Gerätewart

Laut Dienstordnung des Bgld. Landesfeuerwehrverbandes wie folgt definiert:

(1) Im Einsatz

  • In der Gruppe eingeteilt.

(2) Im Dienstbetrieb:

  • Koordinierung der Zusammenarbeit mit dem Maschinisten/Fahrer.
  • Pflege, Wartung und Prüfung der Fahrzeuge, Pumpen und Geräte.
  • Führung der Fahrzeug-, Pumpen- und Gerätekartei in Zusammenarbeit mit dem Gerätemeister.

GM

siehe Gerätemeister

Greifzug

Ist ein Gerät im Feuerwehrdienst, dass zum Heben ziehen und Sichern von Lasten eingesetzt wird. Durch eine Hebelbewegung wird ein im Greifzug eingespanntes Seil in eine gewünschte Richtung gezogen. Der Greifzug muss dazu an einem fixen Punkt (z.B. Baum) befestigt sein, das andere Seilende an einer beweglichen Last (z.B. PKW).

GRK

siehe Gruppenkommandant

Gruppenkommandant

Laut Dienstordnung des Bgld. Landesfeuerwehrverbandes wie folgt definiert:

(1) Im Einsatz

  • Führung der Gruppe.

(2) Im Dienstbetrieb:

  • Zuständig für die umfassende Ausbildung seiner Gruppe.
  • Information seiner Gruppe.

GW

siehe Gerätewart

 

H

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Hebekissen

Dient dazu, um auch im unwegsamen Gelände schwere Lasten ruckfrei heben zu können. z.B. bei der Bergung von umgestürzten Fahrzeugen. Wird meistens mit Luft betrieben (Atemluftflaschen), aber auch Arten mit Anschluss an den Fahrzeugauspuff sind möglich.

Hochleistungslüfter

Ein Gerät, das Wind erzeugt. Es wird dazu verwendet, um den Brandrauch aus Gebäuden zu saugen/blasen, um so die Sicht für die Einsatzkräfte zu verbessern. Somit können Brandherde schneller gefunden werden.

Hydraulisches Rettungsgerät

Häufig eingesetzt bei Verkehrsunfällen mit deformierten Fahrzeugen und eingeklemmten Personen. Wird dazu verwendet, um Fahrzeugteile (z.B. Autotüren) aufzuspreitzen oder Elemente (Dachsäulen) zu schneiden. Somit können Eingeklemmte aus dem Fahrzeug gerettet bzw. geborgen werden oder in der Erstphase ein Zugang für das Rettungspersonal gemacht werden. Endgeräte, welche am Hydraulikgeräten betrieben werden können:

  • Schere
  • Spreitzer
  • Rettungszylinder (Stempel)
  • Pedalschneider (mit Handpumpe)

Antriebsarten für hydr. Rettungsgeräte:

  • Verbrennungsmotor
  • Elektromotor
  • Akku
  • Handpumpe

I

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Inspizierung

Dies ist ein jährlicher Fixtermin für jede Feuerwehr, wobei ihre Organisation und Leistungsbereitschaft überprüft wird. Je nach Größe der Feuerwehr wird diese entweder vom Abschnittsfeuerwehrkommandanten, bei Abschnittsstützpunktwehren vom Bezirksfeuerwehrinspektor und bei Bezirksstützpunkwehren vom Landesfeuerwehrinspektor inspiziert. Dabei wird einerseits das Formalexerzieren der Wehr bewertet und weiters im größten Teil der Ausbildungsstand in Form einer technischen oder Brand-Übung überprüft. Außerdem wird die Buchführung der Wehr (Stammdaten, administrative Daten, Kassbuch, Gerätemeisterhandbuch, Atemschutzdienstbuch, usw.) kontrolliert. Bei der Inspizierung sind auch Vertreter der politischen Gemeinde geladen.

J

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Jahreshauptdienstbesprechung

Ist lt. Dienstordnung des Bgld. Landesfeuerwehrverbandes wie folgt definiert: Zur Regelung des Dienstbetriebes und für wichtige Mitteilungen an die Feuerwehrmitglieder hat der Orts-(Stadt-)feuerwehrkommandant die Feuerwehrmitglieder zur Mitgliederversammlung - der sogenannten Jahreshauptdienstbesprechung - tunlichst im ersten Quartal eines jeden Jahres - einzuberufen. Die Tagesordnung der Jahreshauptdienstbesprechung hat jedenfalls den Rückblick auf das vergangene Berichtsjahr und die Vorschau auf die Aktivitäten des laufenden Jahres sowie die Genehmigung des Rechnungsabschlusses zu enthalten. Alle Feuerwehrmitglieder sind rechtzeitig in ortsüblicher Weise einzuladen.

Jugendfeuerwehr

siehe Feuerwehrjugend

K

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KA

siehe Kassier

Kanalratte

Dient zum Reinigen von verstopften Kanalrohren. Wird je nach Ausführung an einen C- oder HD-Schlauch angekupptelt und in das Kanalrohr eingeführt. Durch den Wasserdruck wird der Schutz aus dem Rohr gewaschen. Gleichzeitig arbeitet sich die Kanalratte durch den Rückstoß des Wassers immer weiter in das Rohr vor.

Kassier

Ist zusammen mit dem Verwalter für die Geldgebahrung der Feuerwehr zuständig.

Kommandofahrzeug

Ein Fahrzeug, dass bei mittleren bis großen Einsätzen als Arbeitsplatz der Einsatzleitung verwendet wird. Häufig befinden sich in einem KDO-Fahrzeug mehrere Funkgeräte, Lagepläne, Einsatzpläne, Kartenmaterial. Hier laufen alle Fäden eines Einsatzes zusammen. Speziell für Groß- und Katastropeneinsätze ist ein Einsatzleitfahrzeug (ELF) ausgerüstet. Hier befinden sich zusätzlich zur Ausrüstung eines KDOF noch häufig auf mehere Arbeitsplätze verteilt Laptop, Fax, Telefon usw.

Kübelspritze

Zählt zu den Kleinlöschgeräten und hat 10 oder 15 Liter Fassungsvermögen. Mit einem daran angekuppelten D-Schlauch mit Strahlrohr können kleinere Brände gelöscht werden. Vorteil ist die Vermeidung von großen Wasserschäden. Bedient wird dieses Geräte meistens von 2 Personen. Einem Pumper und einer Person, die das Löschwasser aufbringt.

 

 

L

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Leiter

Dient zum Überwinden von Höhenunterschieden z.B. Dächer, Bäume, Brunnen, Schächte, usw. Arten: -Schiebeleitern -Steckleitern -Hakenleitern (nur mehr selten anzutreffen) Feuerwehrleitern werden meistens auf den Fahrzeugdächern transportiert

Leuchte Grün

Ist ein Dreh- oder Blitzlicht ähnlich dem Blaulicht. Bedeutung in Feuerwehreinsatz: Hier ist der Atemschutzsammelplatz

Leuchte Orange

Ist ein Dreh- oder Blitzlicht ähnlich dem Blaulicht. Bedeutung: Weist auf mögliche Gefahrenquellen hin. Häufig auf Schwertransportern, Schneeräumfahrzeugen, Mähdreschern. Diese Fahrzeuge sind allen anderen Fahrzeugen im Straßenverkehr gleichgestellt und haben keine besonderen Rechte.

Leuchte Rot

Ist ein Dreh- oder Blitzlicht ähnlich dem Blaulicht. Bedeutung in Feuerwehreinsatz: Hier ist die Einsatzleitung

Lichtmast

Dient zum großflächigen Ausleuchten z.B. von Einsatzstellen.

Löschen

Löschen bedeutet, die notwendigen Voraussetzung für eine Verbrennung zu unterbinden. Man unterscheidet 3 Arten:

  • Löschen durch Kühlung: trifft z.B. Wasser auf einen Brandherd auf, so verdampft es und raubt so dem Feuer die Kraft. Es kühlt ab.
  • Löschen durch Ersticken: wird beispielsweise eine Decke aus Löschschaum über ein Brandobjekt gelegt, so gelangt nicht mehr ausreichend Sauerstoff zur Brand. Die Verbrennung wird gestoppt.
  • Löschen durch verdünnen: Wird z.B. einem Flüssigkeitsbrand Löschschau hinzugefügt, so die brennende Flüssigkeit teilweise erstickt und verdünnt. Auch durch Entfernung von noch nicht brennenden Stoffen wird ein Brand eingedämmt (z.B. beim Brand von Strohballen, werden jene entfernt, die noch nicht brennen). Feuerlöscher mit Löschpulver löschen mit dem Prinzip Ersticken.

Zusätzlich helfen auch chemische Stoffe, den Brand einzudämmen.

Löschfahrzeug

Ein Fahrzeug, welches speziell für die Brandbekämpfung ausgestattet ist. Arten: Kleinlöschfahrzeug (KLF) Löschfahrzeug (LF) Tanklöschfahrzeug (TLF) mit 1000-4000 Liter Löschwasser Großtanklöschfahrzeuge (GTLF) mit bis zu etwa 10.000 Liter Löschwasser Universallöschfahrzeuge (ULF) mit großen Wassertank und Schaummitteltank

Löschschaum

Ist das Endprodukt aus Wasser, Schaummittel und Luft. Wasser und Schaummittel werden im Zumischer vermengt. Diesem Gemisch wird im Schaumrohr Luft zugeführt, was zur Verschäumung führt. Dem Wasser werden häufig 3% Schaummittel zugemischt. Der Vorteil von Löschschaum ist, dass er auf vielen bennenden Flüssigkeiten schwimmt und somit die Flammen erstickt.

 

M

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Mannschaftstransportfahrzeug

Ein Fahrzeug, welches grundsätzlich nur zum Transport der Mannschaft dient. Vorgeschriebene Mindestausrüstung wie z.B. Absperrmaterial, Feuerlöscher, Beleuchtungsgeräte usw. ist allerdings vorhanden.

Maschinist

Laut Dienstordnung des Bgld. Landesfeuerwehrverbandes wie folgt definiert:

(1) Im Einsatz

  • In der Gruppe als Maschinist eingeteilt
  • Bedienung der Löschpumpen bzw. aller anderen motorbetriebenen Maschinen
  • Im Regelfall ist der Maschinist auch Einsatzfahrer.

(2) Im Dienstbetrieb:

  • Unterstützung des Gerätemeisters bei der Aus- und Weiterbildung der Feuerwehrmitglieder.
  • Pflege, Wartung und Prüfung der Einsatzfahrzeuge, Pumpen und Maschinen in Zusammenarbeit mit dem Gerätemeister, Gerätewart.
  • Maschinist ist prinzipiell keine Funktion laut Dienstpostenplan.

N

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Notstromaggregat

Dient dazu, um fern von öffentlicher Stromversorgung Strom zu erzeugen z.B. bei Verkehrsunfällen außerhalb von Ortschaften. Damit werden Beleuchtungsgeräte und hydraulische Rettungsgeräte betrieben. Leistung: häufig 5 oder 8 kVA, größere Modelle bei Stützpunktfeuerwehren.

O

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OFK

siehe Ortsfeuerwehrkommandant

OFKS

siehe Ortsfeuerwehrkommandant-Stellvertreter

Ortsfeuerwehrkommandant

Laut Dienstordnung des Bgld. Landesfeuerwehrverbandes wie folgt definiert:

(1) Im Einsatz

  • Einsatzleiter im eigenen Einsatzbereich.

(2) Im Dienstbetrieb:

  • Dem Orts-(Stadt-)feuerwehrkommandanten obliegt im Sinne des Bgld. FWG 1994 die Vertretung und Geschäftsführung der Orts-(Stadt-)feuerwehr.
  • Der Orts-(Stadt-)feuerwehrkommandant ist für die Schlagkraft, Leistungsfähigkeit und Disziplin der Orts-(Stadt-)feuerwehr verantwortlich.
  • Er ist Dienstvorgesetzter aller Feuerwehrmitglieder, diese haben seinen Anordnungen Folge zu leisten.
  • Er ist zuständig für die Aufnahme, Ernennung, Beförderung, Abberufung und Entlassung der Feuerwehrmitglieder.
  • Er ist beratendes Organ der Gemeinde für die Löschmittelvorsorge sowie bei der Feuerbeschau. Er ist verpflichtet, Anregungen, die zur Verhinderung des Ausbruches oder der Ausbreitung eines Brandes dienen sowie zur Vermeidung der Behinderung von Lösch- und Rettungsarbeiten und sonstigen Einsatzarbeiten beitragen, dem Bürgermeister mitzuteilen.
  • Er ist verantwortlich für den Voranschlag und den Rechnungsabschluß, welche durch seine Unterschrift Verbindlichkeit erlangen.
  • Er ist Delegierter zum Landesfeuerwehrtag.

Ortsfeuerwehrkommandant-Stellvertreter

Laut Dienstordnung des Bgld. Landesfeuerwehrverbandes wie folgt definiert:

(1) Im Einsatz

  • Einsatzleiter bei Verhinderung des Feuerwehrkommandanten.

(2) Im Dienstbetrieb:

  • Vertretung des Feuerwehrkommandanten bei dessen Verhinderung.
  • Erstellung des Ausbildungsplanes bzw. Koordinierung der Ausbildung in der Feuerwehr über Auftrag des Feuerwehrkommandanten.

Ortsfeuerwehrkommando

  • Das Ortsfeuerwehrkommando besteht aus:
  • dem Orts-(Stadt-)feuerwehrkommandanten
  • dem Orts-(Stadt-)feuerwehrkommandantstellvertreter
  • dem Verwalter
  • den Zugskommandanten
  • Sonstige Chargen können beigezogen werden.

P

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Pager

siehe Rufempfänger

Piepser

siehe Rufempfänger

Pumpe

Ein Gerät, dass prinzipiell dazu verwendet wird, um Wasser zu befördern bzw. notwendigen Druck aufzubauen. Einbaupumpen, Vorbaupumpen und Tragkraftspritzen können dazu verwendet werden, um einerseits Wasser mit Saugschläuchen von einer Wasserentnahmestelle anzusaugen und gleichzeitig über Druckschläuche zum Brandobjekt zu befördern. Tauchpumpen oder Schmutzwasserpumpen werden dazu verwendet, um Brunnen, Teiche, überflutete Keller usw. auszupumpen.

Q

R

Numerisch A  B  C  D  E  F  G  H  I  J  K  L  M  N  O  P  Q  R  S  T  U  V  W  X  Y  Z

Reservestand

Laut Dienstordnung des Bgld. Landesfeuerwehrverbandes wie folgt definiert:

(1) Feuerwehrmitglieder werden nach folgenden Kriterien in den Reservestand überstellt:

  • bei Erreichen der Altersgrenze, d.h. vollendetes 65. Lebensjahr
  • bei Verlust der notwendigen Tauglichkeit.

(2) Die Überstellung in den Reservestand erfolgt durch den Orts-(Stadt-)feuerwehrkommandanten.

(3) Feuerwehrmitglieder des Reservestandes haben zumutbare Dienste zu leisten.

(4) Feuerwehrmitglieder des Reservestandes behalten das Recht zum Tragen der Uniform mit den ihnen zustehenden Dienstgraden und verbleiben im Genuß aller Wohlfahrtseinrichtungen der Feuerwehr.

Reservist

siehe Reservestand

Rettungsleine

Eine weißes Seil mit häufig 12mm Durchmesser und 30m Länge. Aufbewahrt in einem Leinenbeutel. Dient zur Rettung von Personen, zum Abseilen u.v.m. Wird nach der Ausscheidungsfrist zur Arbeitsleine.

Retten

Retten bedeutet im Sprachgebrauch der Feuerwehr, lebende Menschen oder Tiere aus einer Notlage oder lebensbedrohlichen Situation zu befreien. Das Rote Kreuz beispielsweise verwendet die Begriffe Retten und Bergen anders als die Feuerwehr. Siehe auch: Bergen

Rufempfänger

Ist ein Alarmierungsgerät für Feuerwehrmitglieder. Es wird ständig mitgeführt und kann am Gürtel gehaltert werden. Im Falle einer Alarmierung erhält das betreffende Feuerwehrmitglied eine Benachrichtigung in Form eines akustischen Signals oder je nach Gerätetyp auch zusätzlich in Form des Alarmtextes. Das Feuerwehrmitglied begibt sich darauf hin unverzüglich ins Feuerwehrhaus. Vor allem bei der Stillen Alarmierung (ohne Sirene) sind Rufempfänger sehr sinnvoll, da dabei z.B. nachts nicht die Bevölkerung durch einen Sirenenalarm geweckt wird. Auch das gezielte Alarmieren von bestimmten Einsatzkräften ist damit möglich. Die Stille Alarmierung empfiehlt sich vor allem bei Einsätzen ohne Gefahr in Verzug z.B. Fahrzeugbergungen, Entfernen von Ölspuren usw. Der große Vorteil der Rufempfänger gegenüber von Sirene und Alarmierung mittels SMS ist jener, dass selbst bei einem Stromausfall einige Feuerwehrmitglieder alarmiert werden können. Ohne Strom funktioniert weder die Sirene und bei Ausfall der Sendemasten sind auch Mobiltelefone nicht empfangsbereit. Jedoch befindet sich in der Sirenensteuerendstelle im Feuerwehrhaus ein Akku, der die Alarmierung von Rufempfängern für ca. 30 Stunden ermöglicht. Im Burgenland gibt es 6 Alarmprogramme für die Stille Alarmierung, welche alle je nach Bedarf unterschiedlich belegt sein können.

Rüstlöschfahrzeug

Vorteil ist die Kombination aus Rüstfahrzeug und Löschfahrzeug. Somit können mit einem Fahrzeug verschiedenste Einsatzarten bewältigt werden. Rüstlöschfahrzeuge besitzen meistens einen eingebauten Wassertank mit 1000-4000 Liter Löschwasser.

 

S

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Sammelstück

Dient dazu, um Löschwasser von 2 Schläuchen der Dimension B auf einen Ausgang der Dimension A zusammenzuführen. Kann z.B. zur Speisung einer Pumpe von 2 Hydranten gleichzeitig verwedet werden.

Saugkopf

Wird an eine Saugleitung (Saugschläuche z.B. A) angekuppelt, um z.B. aus natürlichen Gewässern wie Bächen oder Teichen Wasser abpumpen zu können.

Schaum

siehe Löschschaum

Schaumrohr

Wird am Ende einer Löschleitung an den Schlauch gekuppelt und dient zur Erzeugung von Löschschaum aus einem Wasser-Schaummittel-Gemisch, welches zuvor im Zumischer vermischt wurde. Arten, je nach benötigter Dichte des Schaumes:

  • Schwerschaum
  • Mittelschaum
  • Leichtschaum

Schlauch

Dient dazu, um Löschwasser und Löschschaum über Strecken zu befördern. Arten: Saugschläuche und Druckschläuche. Größenmäßig nach Buchstaben bezeichnet. A-Schlauch: Saugschlauch mit 110mm Durchmesser und 1,5/1,8m Länge, auch längere Ausführungen möglich B-Schlauch: Druckschlauch mit 75mm Durchmesser und 20m Länge C-Schlauch: Druckschlauch mit 52mm Durchmesser und 15m Länge D-Schlauch: Druckschlauch mit 25mm??? Durchmesser und 3m Länge für die Kübelspritze HD-Schlauch: Hochdruck-Schlauch; meistens für Hochdruckpumpen mit > 40 bar A125-Schlauch: Saugschlauch mit 125mm Druchmesser (im Burgenland nicht häufig anzutreffen) Feuerwehrschläuche sind heutzutage an der Innenseite gummiert

Schlauchbinder

Wird verwendet, um bei Einsätzen oder Übungen defekte Schläuche (B,C,...) behelfsmäßig abdichten zu können.

Schlauchbrücke

Wird im Einsatz und bei Übungen dazu verwendet, damit über Straßen geführte Druckschläuche nicht beschädigt werden bzw. um Fahrzeugen das Überqueren von Schlauchleitungen zu ermöglichen.

Schlauchhalter

Wird um Schläuche (B,C,..) oder Strahlrohre angelegt, um diese z.B. bei Leitern einhaken zu können.

Schlauchträger

Dient dazu, um doppelt gerollte Druckschläche (B,C,HD) einfacher tragen und in den Fahrzeugen verstauen zu können.

Schlauchturm

Ein Turm, der in einem Feuerwehrhaus integriert ist. Dient dazu, um nasse Feuerwehrschläuche zu trocknen. Ein Schlauchturm ist je nachdem, ob die Schläuche einfach oder halbiert aufgehängt werden, zwischen 15 und 25 Metern hoch. Einige Feuerwehren verwenden Schlauchtürme auch für Rettungs- und Abseilübungen. Feuerwehrhäuser ohne Schlauchturm trocknen ihre Schläuche häufig in Schräglage oder in speziellen Schlauchtrocknungsanlagen.

Schriftführer

Ist zusammen mit dem Verwalter für den Schriftverkehr der Feuerwehr zuständig.

Seilwinde

Ist an einem Feuerwehrfahrzeug (z.B. Rüstlöschfahrzeug) montiert und dient zum Ziehen von schweren Lasten z.B. PKW und LKW.Durch Einscheren einer Umlenkrolle kann die Zugkraft verdoppelt werden.

SF

siehe Schriftführer

SIB

siehe Sirenenbetreuer

Sirene

Die schnellste Möglichkeit möglichst viele Feuerwehrmitglieder gleichzeitig zu einem Einsatz zu rufen, ist die Sirene. Je nach Ortsgröße kann es auch mehrere im Ort bzw. in der Stadt verteilt geben. Sirenen können technisch gesehen in 2 Gruppen unterteilt werden. - Motorsirenen: Sind weit verbreitet; werden von einem Motor angetrieben; können bei Stromausfall nur mit Notstromaggregat betrieben werden; - Elektrische Akustik-Sirenen: noch nicht sehr häufig anzutreffen; Prinzip eines Lautsprechers; können auch bei Stromausfall mittels Batterie betrieben werden; Sirenen werden von der Sirenensteuerendstelle (Bediengerät) im Feuerwehrhaus betrieben. Eingehende Alarme werden identifiziert und die vordefinierten Sirenenprogramme ausgelöst. Neben-/Zweitsirenen werden mittels Funk von der Hauptsirene aus betrieben. Zusätzlicher Zweck von Sirenen neben der Alarmierung bei einem Feuerwehreinsatz ist die Warnung der Bevölkerung im Katastrophenfall. Hierzu gibt es 3 verschiedene Sirenensignale, welche jährlich am ersten Samstag im Oktober getestet werden.

Sirenensignale

Im Burgenland gibt es grundsätzlich 5 verschiedene Sirenensignale (Sirenenprogramme):

3 für die Information der Bevölkerung im Katastrophenfall

  • Warnung (3 Minuten gleich bleibender Dauerton)
  • Alarm (1 Minute auf- und abschwellender Heulton)
  • Entwarnung (1 Minute Dauerton)

Diese Signale können entweder in ganz Österreich gleichzeitig ausgelöst werden (z.B. bei einem Reaktorunfall) und auch auf ein regionales Gebiet beschränkt (z.B. einen Ort bei einem Gefahrengut-Unfall). Jährlich am ersten Samstag im Oktober werden diese Sirenensignale getestet. 2 Sirenensignale für die Feuerwehr - Feuerwehreinsatz (3x15 sec. Dauerton mit 2x7 sec. Unterbrechung) - Sirenenprobe (1x15 sec. Dauerton) - jeden Samstag um 11:58 Uhr, wird am 1. Samstag im Monat direkt vor Ort im Feuerwehrhaus ausgelöst, sonst von der Feuerwehralarmzentrale in Eisenstadt.

Sirenensteuerendstelle

Dieses Gerät, kurz SSES genannt, ist in jedem Feuerwehrhaus im Burgenland montiert und dient zur Auslösung der verschiedenen Alarm- und Sirenensignalen. Die Auslösung kann direkt vor Ort erfolgen, vom Druckknopfmelder beim Feuerwehrhaus (nur Signal Feuerwehreinsatz) oder von einer Alarmzentrale (auf Bezirks-, Landes- oder Bundesebene) aus. Je nach Anforderung kann entweder ein Sirenensignal oder ein Stiller Alarm abgesetzt werden. Ein Sprachspeicher ermöglicht die Aufnahme von Alarmtexten mit einer Länge von bis zu 30 sec. Dieser Sprachspeicher kann entweder vor Ort oder von einer Alarmzentrale aus besprochen werden und wird nach Auslösung des Alarmes 15 Minuten lang im Feuerwehrhaus abgespielt. Bei Einsatz von Rufempfängern wird dieser Sprachtext je nach Gerätetyp auch direkt an den Rufempfänger übertragen. Weiters zeigt die SSES anfallende Stör- und Statusmeldungen mittels LEDs an. Ein eingebauter Akku ermöglicht den Betrieb der SSES und die Alarmierung von Rufempfängern für ca. 30 Stunden.

Sirenenbetreuer

Ist Ansprechperson der Feuerwehralarmzentrale bei Problemen mit der Alarmierung. Führt häufig auch die Vorort-Auslösung der Sirene am ersten Samstag im Montag um 11:58 Uhr durch.

SSES

siehe Sirenensteuerendstelle

Strahlrohr

Dient zum gezielten Aufbringen von Löschwasser z.B. auf ein Brandobjekt. Übliche Dimensionen: B, C, D, HD (je nach verwendetem Druckschlauch) Verschiedene Ausführungen:

  • Mehrzweckstrahlrohr (B oder C mit Vollstrahl/Sprühstrahl-Hebel)
  • Nicht-absperrbares Strahlrohr (C oder D)
  • HD-Strahlrohr
  • viele weitere Ausführungen möglich

Stützkrümmer

Ein stützkrümmer ist eine wasserführende Armatur, die üblicherweise zwischen einen B-Schlauch und einem B-Strahlrohr gekuppelt wird. Zweck dieser Vorrichtung ist es, den Rückstoß des aus dem Strahlrohr austretenden Löschwassers nach unten Richtung Erde abzuführen. Durch einen zusätzlichen Griff auf Stützkrümmer wird die Führung des Strahlrohres wesentlich erleichtert. Ein unter Druck stehendes C-Strahlrohr sollte von 2 Personen geführt werden, ein B-Strahlrohr von 4. Mit Hilfe eines Stützkrümmers kann das B-Strahlrohr von nur 2 Personen gehalten werden.

 

T

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TLP

siehe Technische Leistungsprüfung

Technische Leistungsprüfung

Ist ein Feuerwehrbewerb mit einer Gruppe bestehend aus 10 Mitgliedern. Ihre Aufgabe ist es innerhalb einer vorgegebenen Zeit von 130 sec. einen simulierten Verkehrsunfall korrekt zu bewältigen. Der Bewerb wird mit 2 Einsatzfahrzeugen der Feuerwehr (z.B. RLF und MTF) und meistens direkt im eigenen Ort durchgeführt. Die Gruppe besteht aus:

  • Gruppenkommandant: Gibt Befehle
  • Maschinist 1: Bedient das erste Einsatzfahrzeug (z.B. RLF) und dessen Geräte
  • Maschinist 2: Bedient das zweite Einsatzfahrzeug
  • Melder: Absicherung und Besetzung des Feuerlöschers
  • Rettungstrupp: Besteht aus RT-Führer und RT-Mann; Diese simulieren die Rettung eines Eingeklemmten mit hydraulischen Rettungsgeräten
  • Sicherungstrupp: Besteht aus ST-Führer und ST-Mann; Diese führen die Absicherung der Einsatzstelle durch und sind für den zweifachen Brandschutz (Wasser, Pulver) zuständig.
  • Gerätetrupp: Besteht aus GT-Führer und GT-Mann; Diese sind für die Bereitstellung von Notstromaggregat und Hydraulikaggregat zuständig und bauen die Beleuchtung mit einem Lichtfluter auf.

Zusätzlich muss der Gruppenkommandant aus einem Pool von 60 Fragen 5 ziehen und diese richtig beantworten. Die restlichen Gruppenmitglieder müssen die Lage von je 2 (von 50) Einsatzgeräten im verschlossenen Fahrzeug von außen zeigen. Dieser Bewerb kann in den Kategorien Bronze, Silber und Gold durchgeführt werden. Bei erstmaligem Antritt darf nur Bronze absolviert werden. Hier weiß jedes Mitglied bereits vor Beginn der Prüfung, welche der 10 Positionen es durchführen muss. Im Jahr darauf darf zu Silber angetreten werden. Hier werden die Aufgaben der 10 Teilnehmer erst direkt vor Beginn der Prüfung ausgelost. Zwölf Monate später darf die Gruppe zum Bewerb in Gold antreten, wobei noch ein weiters Mal der Silberbewerb durchgeführt werden muss. Nach erfolgreicher Absolvierung der Bewerbe erhalten die Teilnehmer das Technische Leistungsabzeichen in der absolvierten Kategorie, sowie einen Eintrag in den Feuerwehrpass und in das Stammblatt. Dieser Bewerb zielt auf die Ausbildung im Bereich der Technischen Hilfeleistung ab und wird daher nur mit eigenen Einsatzgeräten und nicht als Vergleichswettkampf durchgeführt.

Tragkraftspritze

kurz TS. Eine Pumpe, die von 4 Personen getragen werden kann. Wird meistens in Löschfahrzeugen oder auf TS-Anhängern transportiert. Vorteil dieser Pumpenart ist, dass sie aufgrund ihrer Mobilität auch im unwegsamen Gelände eingesetz werden kann.

TS

siehe Tragkraftspritze

U

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Uniform

Die Uniformen der Feuerwehr können im Burgenland grundsätzlich in 3 Kategorien unterteilt werden.

  • Grüne Einsatzuniform: ist ein Teil der Einsatzausrüstung; entweder Overall oder Zweitteiler (Bluse und Hose) aus feuerbeständigem Material; wird bei Einsätzen und auch bei Übungen getragen.
  • Grüne Dienstuniform: meist Zweiteiler; nicht feuerbeständiges Material; wird vor allem bei Lehrgängen, Übungen, Schulungen und von der Feuerwehrjugend verwendet; diese Art der Uniform ist wesentlich angenehmer zu tragen; es obliegt jedoch der Feuerwehr, ob die Mitglieder nur die grüne Einsatzuniform oder auch die grüne Dienstuniform erhalten;
  • Braune Dienstuniform: besteht aus einer schwarzen Hose und einem braunen Sakko; darunter wird ein weißes Hemd mit schwarzer Krawatte getragen; wird sowohl bei festlichen Anlässen, wie z.B. Feuerwehrball, Fronleichnamsprozessionen, Kirchgang am Tag der Feuerwehr, usw. getragen, als auch bei Dienstbesprechungen auf Bezirks- oder Landesebene, sowie bei Begräbnissen.

Übergangsstück

Dient dazu, um Feuerwehrschläuche oder wasserführende Armaturen wie z.B. Verteiler, Saugkopf, usw. mit unterschiedlichen Dimensionen (A125,A,B,C) miteinander zu verbinden. Arten:

  • A125/A
  • A/B
  • B/C
  • weitere Arten sind nicht sehr gebäuchlich

V

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Verteiler

Dient dazu, um Löschwasser auf mehrere Schläuche zu verteilen, um somit z.B. mit mehreren Strahlrohren gleichzeitig löschen zu können. Standardausführung: 1 B-Eingang und 1 B- und 2 C-Ausgänge. Alle Ausgänge können gesondert geöffnet werden

Verwalter

Laut Dienstordnung des Bgld. Landesfeuerwehrverbandes wie folgt definiert:

(1) Im Einsatz

  • In der Gruppe eingeteilt.

(2) Im Dienstbetrieb:

  • Zur Unterstützung des Orts-(Stadt-)feuerwehrkommandanten bei allen Verwaltungsangelegenheiten der Orts-(Stadt-)feuerwehr wird der Verwaltungsdienst eingerichtet, den der Verwalter führt. Nach Bedarf kann ein Kassier bzw. Schriftführer zur Unterstützung des Verwalters ernannt werden. Der Verwalter bzw. Kassier ist für die Führung der Kassengeschäfte verantwortlich.
  • Nach Ablauf eines jeden Rechnungsjahres ist vom Verwalter der Rechnungsabschluß zu erstellen.
  • Vom Verwalter bzw. Schriftführer ist das Grundbuch und der Verwaltungsordner im Sinne der Dienstanweisungen zu führen. Jedem Feuerwehrmitglied ist ein Feuerwehrpaß auszustellen.
  • Die Agenden des Schriftverkehrs, einschließlich der Führung des Administrationsordners, sind vom Verwalter oder Schriftführer wahrzunehmen. Der Administrationsordner ist im Sinne der Dienstanweisung zu führen.
  • Niederschriften von Dienstbesprechungen und Kommandositzungen sind vom Verwalter bzw. Schriftführer zu erstellen.
  • Der Verwalter bzw. der Schriftführer unterstützt den Feuerwehrkommandanten bei der Öffentlichkeitsarbeit.

Verwaltung

Die Verwaltung einer Feuerwehr besteht zumeist aus einem Verwalter, einem Kassier und einem Schriftführer, welchen folgenden Aufgaben zugewiesen sind: -Führung des Verwaltungs-, Administrations- und Dienstanweisungsordners
-Geldgebahrung der Feuerwehr
-Schriftverkehr
-Verfassen von Sitzungsprotokollen
-Lehrgangsanmeldungen
-Verfassen von Einsatzberichten
-Öffentlichkeitsarbeit
-häufig auch Wartung einer Internet-Website

Für weitere Infos siehe Verwalter

Vorbaupumpe

Eine Pumpe, die an einem Fahrzeug vorderseitig angebracht ist.

VW

siehe Verwalter

W

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Wasserwerfer

Ein Gerät zum Aufbringen von Löschmittel (z.B. Wasser) über weite Distanzen hinweg (80-100m). Sehr vorteilhaft bei großer Strahlungshitze oder unwegsamem Gelände. Zumeist auf Fahrzeugdächern von Löschfahrzeugen angebracht, aber auch stationäre Löschanlagen z.B. bei Fabriken oder Raffinerien. Nachteil: großer Wasserverbrauch (mehrere tausend Liter/Minute)

Wespennestentfernung

Ist grundsätzlich nicht Aufgabe der Feuerwehr. Nur wenn Personen (z.B. Allergiker, Kleinkinder) von Wespen bedroht oder gestochen werden, darf die Feuerwehr ein Wespennest entfernen. Nach Möglichkeit soll dieses dabei nicht zerstört, sondern später an einen anderen Ort (z.B. Wald) gebracht werden. Die Feuerwehrmitglieder schützen sich selbst mit Imkeranzügen gegen die aggressiv werdenden Wespen, wenn ihr Nest entfernt oder zerstört wird. Geht aus den Wespen keine unmittelbare Gefahr hervor, ist das Nest so zu belassen oder es ist bei der Versetzung ein Imker zu Rate zu ziehen. Grundsätzlich dürfen Bienen und Hornissen nicht getötet werden. Sie zählen zu den geschützten Arten. Auch hier ist bei möglicher Gefahr ein Imker zu kontaktieren.

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ZGK

siehe Zugskommandant

Zugskommandant

Laut Dienstordnung des Bgld. Landesfeuerwehrverbandes wie folgt definiert:

(1) Im Einsatz

  • Führung des Zuges bzw. der Feuerwehr bei Abwesenheit des Orts-(Stadt-)feuerwehrkommandanten und des Stellvertreters.

(2) Im Dienstbetrieb:

  • Führung des Zuges.
  • Mitarbeit bei der Erstellung des Ausbildungsplanes und bei der praktischen Umsetzung.
  • verantwortlich für die Koordinierung der Zusammenarbeit seiner Gruppen und deren Gruppenkommandanten.
  • Planung, Ausarbeitung und Durchführung von praktischen Einsatzübungen seines Zuges lt. Ausbildungsplan.
  • Information seiner Gruppenkommandanten.

Zumischer

Ist eine Einsatzgerät, welches zur Erzeugung von Löschschaum verwendet wird. Es wird in die Löschleitung eingebaut und saugt aus einem bereitgestellten Schaummittelkanister den Schaum heraus und mischt ihn in der gewünschten Menge zum Löschwasser. Erst durch den Einsatz eines Schaumrohres wird aus dem Wasser-Schaummittel-Gemisch Löschschaum